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Hopfenernte: Nachbericht

Hopfenernte: Nachbericht

Am Samstag den 16. September  war es endlich soweit. Der erste Halterner Hopfen war bereit zur Ernte, die Dolden standen in vollem Saft und waren bereit zum ersten Halterner Pale Ale verarbeitet zu werden.

IMG_3930Die Aufgabe war entsprechend groß. Die Hopfenranken mussten zunächst gepflückt werden, hingen sie doch noch hoch über der Erde an über Holzpflöcken gespannten Seilen. An diesen Seilen wurden wiederum Tau vom Boden aus gespannt, an dem der Hopfen emporranken konnte. Dabei haftet er so stark, dass einiges an Muskelkraft und Geschick nötig war, um ihn zu befreien. Manchmal reichte einfaches herunterreißen, oft musste aber auch ein Teil der Pflanze erst mit einer Gartenschere befreit werden. Anschließend konnte der Hopfen dann mit einer Schubkarre zu unseren fleißigen Helferinnen und Helfern gebracht werden, damit es weitergehen konnte.

In der Hallertau gibt es natürlich Maschinen für das, was nun kam. Wir mussten allerdings die ‚alte‘ Methode anwenden und jede einzelne Hopfendolde per Hand abpflücken. Dabei konnten wir natürlich auch schon eine kleine Vorauswahl treffen und einige Dolden, die nicht unseren Qualitätsansprüchen genügten aussortieren. Um dabei die drei verschiedenen Hopfensorten nicht zu verwechseln, errichteten wir dreiIMG_0656 verschiedene Stationen, an denen wir jeweils einzeln Tettnanger-, Fuggles- und Spalter-Hopfen sortierten. Hierbei waren glücklicherweise einige helfende Hände anwesend ohne die wir das alles niemals geschafft hätten. Der Geldmannsche Garten war schnell voller Hopfen und die vorzüglich duftenden Dolden verwandelten das gesamte Gelände zum Paradies für Bierliebhaber. Ohne Frage entsprang dieser hopfengeschwängerten Luft auch die großartige Idee den Geschmack der Dolden auf eher unkonventionelle Weise zu testen. Wie diese nämlich schmecken werden, werden wir erst in einigen Wochen richtig erfahren. Eine weitere Möglichkeit war es allerdings die frischen Pflanzen mit bereits ausgereiftem Bier zu vermischen und so die grünen Hopfendolden zu testen. Auf diese Weise bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack auf den einzigartigen Geschmack des grünen Hopfens:IMG_0642

Aber dann kam es endlich zum Höhepunkt des Tages: Dem Brauen des ersten Halterner Pale Ales. Unser Plan sah vor, dass wir drei verschiedene Biere brauen, bei denen Malz, Wasser und Hefe sowie das IMG_0645Braurezept vollkommen gleich sind, die sich jedoch im Hopfen komplett unterscheiden. So wurden drei verschiedene, relativ helle Biere gebraut, die jeweils „Single Hoped“ waren, also jeweils nur eine der drei Hopfensorten enthielten. Dadurch soll es später möglich sein zu erfahren, was für einen unglaublichen Unterschied die verschiedenen Hopfensorten im Bier machen. Wir glauben, dass das eine großartige Erfahrung für alle Bierenthusiasten wird!

Die Hopfendolden wurden unterdessen in den kochenden Sud gegeben, der typische Geruch des Hopfenkochens stellte sich ein, allerdings um einiges intensiver als dies bei den sonst üblichen Hopfenpellets(gemahlene und IMG_0665gepresste Hopfendolden) der Fall ist. Wir ahnten zu diesem Zeitpunkt bereits, dass es sich hier um ein großartiges Bier handeln könnte!

Während also das Bier vor sich hinköchelte, pflückten wir gleichzeitig immer weiter, denn die Ernte musste an diesem Tag eingefahren werden. Glücklicherweise schafften wir es den gesamten Tag nicht unseren Spaß zu verlieren, zugegebenermaßen half uns das ein oder andere leckere Böcken Bräu dabei!

Am Ende des Tages hatten wir allerdings unser Ziel erreicht: Das erste Halterner Pale Ale wurde in dreifacher Ausführung abgefüllt, der restliche Hopfen wurde vakuumiert und eingefroren, um diesen einen Brautag noch ein paar Mal zu duplizieren und das Feierabendbier schmeckte so gut, wie schon lange nicht mehr.

Freut euch, denn Mitte Oktober werdet ihr das erste Halterner Pale Ale kaufen können und dabei sogar IMG_0650erfahren wie unglaublich unterschiedlich verschiedene Hopfensorten schmecken können! Wir ließen den Tag jedenfalls bei einem kleinen Lagerfeuer ausklingen, bei dem wir auch die ein oder andere Ranke unserer Hopfenpflanzen ins Feuer warfen. Das bescherte uns zum Abschluss des Pflück- und Brautages noch ein weiteres Geruchserlebnis der besonderen Art! Ausserdem beschlossen wir, dass wir im nächsten Jahr dieses Ereignis auch für die Alle Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber öffnen wollen. Als bleibt dabei und seid gespannt!